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Der Mühlenberg zählt zu den klassischen Fundgebieten im Umfeld von Freisen. Generationen von Sammlern haben hier exzellente Funde ( zwar meist in bescheidener Größe) machen können. Durch den hohen Sammlungsdruck auf dieses Fundgebiet sind die Fundmöglichkeiten hier allerdings stark zurückgegangen. Ein Hauptgrund hierfür ist im benachbarten Edelsteindorado zu sehen, das immer noch Sammler anlockt.
Die hier vorkommenden Achate zeigen ab und an im oberflächlichen Bereich der Mandel einen vorstehenden Grat, der den Rest eines mit Chalcedon verfüllten Risses darstellt, der in situ mit der Mandel verbunden war.
Typisch ist hier das Vorkommen von Wolkenachaten (ungeordneten, zerfetzt wirkenden Chalcedonlagen im äußeren Bereich des Achates), sowie schlauch- und ballonartige Bildungen, erkennbar durch eine hauchdünne Lage pigmentierten Chalcedons auf farblos transparentem Chalcedon. Eine wichtige Rolle bei der Gestaltung eines typischen Achat-Bildes vom Mühlenberg spielen auch schön ausgebildete Sphärolithe.
Von dieser Fundstelle stammen auch schöne Belege holosphärolithischer Bildungen (ähnlich wie vom Heiligen Brunnen ). Ein Phänomen, das mir bislang nur von Achaten, die außerhalb des Saar-Nahe-Raumes stammen, bekannt war, ist die Ausbildung von Bänderungen mit deutlichen Rupturen. Im vorliegenden Beispiel ist eine Lage makrokristallinen Quarzes zerissen. Die Zwischenräume sind mit Chalcedon gefüllt. Betracht man diese Lage nicht im Anschnitt, sondern in der Draufsicht, erkennt man eine Vielzahl von Polygonen (gebildet durch makrokristallinen Quarz in einer Matrix aus Chalcedon). Diese Struktur legt einen Schrumpfungsvorgang der entsprechenden Schicht, der zu ihrem Zerreissen führte, nahe.
Assoziative Betrachtungen von Achatbildern führen meistens zu einer Interpretation des Bildes als fisch- oder vogelartig. Seltener sind komplexe Zuschreibungen wie der eines “Waldbrandes”, der “Jungfrau Maria mit Kind”, das “Porträt des großen Vorsitzenden Mao” usw. So banal also auch der Vergleich eines Achatbildes mit einem Vogel ist, kam ich nicht umhin, ihnen einen Stein als “Phoenix” zu präsentieren.
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